Informationen zum Projekt

Pendo_Logo

Kurzbeschreibung

Das Projekt PENDO untersucht die Auswirkungen von technologischen Innovationen auf die Pendlerverkehre der Ostregion. Dazu wird auf Grundlage von vorhandenen Studien, regionalstatistischen Daten und Befragungen ein Modell zur Simulation des Mobilitätsverhaltens der PendlerInnen erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung können zur Entwicklung innovativer Verkehrslösungen genutzt und zu ihrer Bewertung herangezogen werden.

Projektbeschreibung

Rohöl-WeltmarktpreisentwicklkungMit den Energiepreissteigerungen im Jahr 2008 ist die Mobilität der PendlerInnen in der österreichischen Öffentlichkeit wieder zum Thema geworden.

Ziel des Projektes ist es, das Hintergrundwissen über das Pendlermobilitätsverhalten zu verbreitern und die Zusammen-hänge und Wechselwirkungen zwischen der Veränderung wesentlicher Mobilitätsparameter sowie gesellschaftlicher Einflussfaktoren und den Pendlerverkehren darzustellen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden bereits vorhandene technologische Innovationen auf ihr Markt-potenzial hin untersucht bzw. Anforderungen für neue technologische Entwicklungen abgeleitet.

OEBB_Talent,  www.andersreisen.net

Dazu wird im Projekt PENDO in Kombination von Auswertung bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse, regionalstatistischer Datenanalyse und von empirischen Befragungen das Mobilitätsverhalten der PendlerInnen analysiert und dargestellt. Während die flächendeckend vorhandenen Daten der Pendlererhebung der Volkszählung aussagekräftige Quantifizierungen erlauben, werden mit einer qualitativen und quantitativen Befragung von PendlerInnen wesentliche Erkenntnisse zum Mobilitätsverhalten der PendlerInnen gewonnen. Raumbezug des Datenmengengerüsts ist die Ostregion, die Befragung wird auf Problembereiche fokussiert.

Die Ergebnisse dieser unterschiedlichen Ansätze werden integrativ in einem Modell abgebildet. Damit kann technologischen Lösungsansätzen nachgegangen werden, die zur Lösung von Problemen der PendlerInnen und zur Sicherung einer nachhaltigen Mobilität beitragen. Ausgewählte technologische Maßnahmen werden in einer Wirkungsanalyse auf ihre Marktpotenziale hin untersucht. Die Projektergebnisse dieser Grundlagenforschung können für die Entwicklung innovativer Verkehrslösungen genutzt und zu ihrer Bewertung herangezogen werden.

Die folgende Graphik veranschaulicht den Projektablauf und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Arbeitspakete.

PENDO_Flussdiagramm

Es werden dabei Vorgaben und Anforderungen für technologische Innovationen abgeleitet, die aus den externen Einflussfaktoren des Mobilitätsverhaltens und ihrer Entwicklung entstehen (AP1). Es werden Vorgaben und Anforderungen identifiziert, die aufgrund räumlich differenzierter Analyse der Pendlerentwicklung (Bereich „Arbeitsplatzentwicklung / Bevölk-erungs¬entwicklung / Abwanderung“, der Verkehrsmittelwahl sowie der regionalen Betroffen-heit der PendlerInnen) erkennbar werden (AP2).

Durch qualitative Befragungen werden neue Mobilitätsparameter sowie Wünsche und Beschwerden der PendlerInnen zur Verbesserung ihrer Mobilitätschancen erhoben sowie deren Relevanz durch quantitative Befragungen bestätigt bzw. verallgemeinert (AP3, AP5) und durch Expertenworkshops weitere fachliche Anregungen eingeholt. In einem eigenen Arbeitspaket (AP4) werden jene technologischen Innovationen ausgewählt, die zukünftig zur Verbesserung der Mobilität von PendlerInnen beitragen. Aus der Synthese der Erkenntnisse aus AP1-AP3 wird ein Modell erarbeitet, welches das Mobilitätsverhalten der PendlerInnen darstellt, erklärt und die Wirkungen von Szenarien und Maßnahmen abbildet. Damit werden die in AP4 ausgewählten technologischen Lösungs¬ansätze bewertet (AP6). In AP7 werden schließlich Handlungsempfehlungen zu möglichen zukünftigen Technologie¬lösungen gegeben, die zur Lösung von Problemen der PendlerInnen und zur Sicherung einer nachhaltigen Mobilität beitragen.

Die Projektleitung von PENDO hat das Österreichische Institut für Raumplanung (ÖIR), Projektpartner sind der Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik (IVV) der Technischen Universität Wien sowie FACTUM Chaloupka & Risser OHG. Das Projekt läuft von November 2008 bis März 2010.