AP 2: Datenanalyse – messbare Einflussgrößen der Mobilitätsparameter in der Ostregion

Inhalt des Arbeitspaketes

Im Rahmen des Arbeitspaketes wurden die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Mobilitätsparametern und der tatsächlich resultierenden Verkehrsnachfrage in der Ostregion dargestellt. Die Regionalanalyse verwendet die Datensätze der Pendelwanderungsstatistik der Volkszählung, ergänzt um eine Detailauswertung der Pendelwanderung in zwei Auswahlregionen (Achsen Nordwestbahn und Südbahn). In diesen Regionen wurde auch eine Befragung der PendlerInnen durchgeführt.

Untersucht wurde die Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung seit 1971 sowie die Entwicklung des Verkehrsangebotes im motorisierten wie auch im öffentlichen Verkehr und die Zusammenhänge zwischen ihnen.

Wichtige Ergebnisse

Untersucht wurde die Entwicklung der PendlerInnen, der Raumstruktur und des Verkehrsangebots in der Ostregion von 1971 bis 2001 in allen Verkehrsachsen sowie zur Entwicklung des Verkehrsangebots (motorisierter Individualverkehr und öffentlicher Verkehr) im gleichen Zeitraum in den Auswahlregionen Achse Nordwestbahn und Achse Südbahn.

Abbildung: Untersuchungsraum Pendo: Ausgewählte Achsen

Ausgewaehlte Achsen

Für diese Achsen werden die Gründe für die Verkehrsmittelwahl analysiert. Der ÖV-Anteil steigt mit zunehmender Distanz zu Wien. Hohe ÖV-Anteile sind in Distanzen ab 40km von Wien zu beobachten. Niedrige ÖV-Anteile treten im Nahbereich um Wien und abseits der Schienenachsen auf.

Abbildung: Modal Split der Wien Pendler 2001, Anteil der ÖV-Pendler in %

Modal Split der Wien Pendler 2001; Anteil der ÖV-Pendler in %

Dabei hat der ÖV auf der Achse Nordwestbahn bei den Wien-PendlerInnen deutlich Marktanteile verloren (von 57% auf 39%). Auf der Achse Südbahn waren die Anteilsverluste des ÖV bis 1991 gering (von 44% auf 37%) und seit 1991 waren wieder Anteilsgewinne zu verzeichnen (auf 40%). Ein Grund für diese Entwicklungen liegt in der Entwicklung des Verkehrsangebots. Gezeigt wird für einzelne Gemeinden die Veränderung der durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit für das Wien-Pendeln mit ÖV und MIV.

Abbildung: Entwicklung Modal Split ÖV-Pendler nach Wien (in %) entlang der Nordwestbahnachse

Diagramm Entwicklung Modal Split ÖV Nordwestbahnachse

Die Analyse der Hintergründe für diese Verhältnisse zeigt in Summe aber komplexe Zusammenhänge, die nur mit mehreren Variablen beschreibbar sind. Erst die Einbeziehung der persönlichen Situation der PendlerInnen, ihrer individuellen Kostenstrukturen und der Parkplatzverfügbarkeit ergeben deutliche statistische Zusammenhänge mit der Verkehrsmittelwahl.